Leichtathletik | zwei Athletinnen und zwei Medaillien - perfekter Start in 2022
  07.02.2022

Der TVR war mit zwei Athletinnen bei den Württembergischen U16 Hallenmeisterschaften in Ulm und konnte kaum besser in das neue Jahr starten.

Samstag, 05.02.2022, Abfahrt 7:00 Uhr in Rottenburg Richtung Ulm. Mit viel Aufregung im Bauch aber dennoch voller Motivation und Entschlossenheit sind wir aufgebrochen. Aufgrund Corona wurden die Württembergischen Hallenmeisterschaften am letzten Wochenende ohne Zuschauer, Jungen und Mädchen auf beide Tage getrennt und mit einem entspannten Zeitplan ausgetragen. Angefangen hat Antonia morgens mit dem Kugelstoßen. Gemeldet mit der zweit besten Leistung und guten Ergebnissen in den letzten Trainingseinheiten war zu Beginn schon klar: Hier könnte was gehen. Angefangen hat es dann zwar mit neuer Bestleistung aber dennoch Problemen im Anlauf. Wahrscheinlich lag dies an der Aufregung und der fehlenden Routine, da es seit Herbst keinen Wettkampf gab. Dies hat sich dann im Laufe des Wettkampfes verbessert und nach drei Versuchen war Antonia auf Platz eins. In den letzten drei Versuchen hat es dann gepasst und sie konnte die Bestweite nochmals verbessern. Einzige Athletin über 10 Meter und mit einer schönen Serie (9,15 – 9,94 – 9,35 – 9,96 – 10,16 – 10,23) konnte sie sich den Titel Württembergische Hallenmeisterin sichern.

Direkt im Anschluss war die zweite Athletin beim Weitsprung am Start. In einem recht großen Teilnehmerinnenfeld konnte sich Felizitas leider nicht behaupten und verließ den Wettkampf nach 3 Versuchen und „nur“ 4,55m auf dem 12 Platz den Wettkampf. Dies lässt sich auf die schwierige Vorbereitung im Weitsprung während der Wintermonate zurückführen. Ohne Anlage in der Halle und gefrorener Grube im Stadion lässt sich schlecht Weitsprung trainieren.

Nach der Mittagspause war Felizitas dann aber noch am Hochsprung am Start. Als viert beste angereist, mit Bestleistung von 1,54m aus dem vergangenen Jahr, war der Wettkampf am Anfang mehr gedacht, um wieder reinzukommen. Auch hatte Felizitas seit Mitte des letzten Jahres mit einem Problem zu kämpfen, dass viele Springer kennen: Wenn die Latte auf Augenhöhe liegt, traut man sich nicht mehr abzuspringen. Aber alles Geschichte, der Hochsprung entwickelte sich zu einem Krimi. Nachdem die ersten Athletinnen schon bei der Einstiegshöhe von 1,40m ausgeschieden war, welche Felizitas noch ausgelassen hatte, lichtete sich das Feld. Nach dem ersten eigenen Sprung war klar: auch hier passt der Anlauf nicht. Dies besserte sich jedoch von Sprung zu Sprung und jede Höhe wurde im ersten Versuch übersprungen. Nach übersprungenen 1,53m waren noch fünf Athletinnen im Rennen und Felizitas war aufgrund der Fehlversuche der anderen Athletinnen sogar auf Platz eins. Die neue Höhe von 1,56m wäre eine neue Bestleistung. Mit riesiger Aufregung vor dem nächsten Sprung. Aber alles egal, Anlauf passt, abgesprungen und locker über 1,56m rüber. Dann waren es noch zwei. Und Felizitas noch immer vorn. Und dann kam das unvermeidliche, Verweigerung im ersten Versuch. Der Anlauf hat nicht ganz gepasst. Nach kurzen Anpassungen und einem Fehler der Kontrahentin war der zweite Versuch dran. Abgesprungen! Aber leider mit dem Po knapp gerissen. Genauso auch im letzten Versuch. Und da ihre Kontrahentin im dritten Versuch die Höhe übersprungen hatte war es am Ende der zweite Platz. Als Württembergische Vizemeistern und mit der Gewissheit, dass man auch die schwierigen Höhen springen kann, ging es dann nach einem langen Tag in Ulm nach Hause.

Herzlichen Glückwunsch beiden Athletinnen und viel Glück und Erfolg im kommenden Jahr.

erstellt von Rainer Schurr