Leichtathletik | Regionalmeisterschaften werden zum Fest
  11.05.2022

Am vergangenen Sonntag wurden in Weilheim im Stadion an der Lindach die Regionalmeister der U16 und U14 der Region Achalm ermittelt. Mit den vier Athletinnen Hannah, Laura, Antonia und Felizitas sowie dem Nachwuchsathleten Sebastian der außer Wertung startete ging es am frühen Morgen Richtung Weilheim.

Durch geringen Verkehr früher als geplant angekommen, konnte sich das Trainerteam um Rainer und Yves gemeinsam mit den Sportlern einen ersten Eindruck der Wettkampfanlage verschaffen und so entspannt in die Wettkampfvorbereitung gehen.

Los ging es kurz nach 10 Uhr mit den Sprints aller Altersklassen.

Die erste die an diesem Tage im Startblock stand war Felizitas, die ihren Vorlauf mit neuer Bestleistung von 13,92 Sekunden über die 100m gewinnen konnte und sich als eine der 6 schnellsten für das später folgende Finale qualifizieren konnte.

Kurze Zeit später waren es dann Antonia und Laura die ebenfalls über die 100m antraten. Hierbei konnte Laura ihre alte Bestleistung auf 15,24 Sekunden verbessern. Für Antonia war es der erste Start über 100m, welchen sie mit einer guten Zeit von 14,42 Sekunden erfolgreich gestaltete. In einem großen und sehr stark besetzen Feld sollte es aber für beide nicht fürs Finale reichen.

Den Abschluss der Sprints im Rahmen der Regionalmeisterschaft machte Hannah. Sie sprintete über die 75m in einer Zeit von 11,76 Sekunden ins Finale.

Für Sebastian, der im Rahmen der gleichzeitig stattfindenden Kreismeisterschaften außer Wertung startete, war es der erste Einzelwettkampf. In der M10 startete er über die 50m Sprint in den Tag. Hier konnte er sich mit einer Zeit von 8,89 Sekunden ebenfalls für das Finale qualifizieren.

Bevor es für die qualifizierten Athleten und Athletinnen zum Finale im Sprint ging, standen erst noch andere Disziplinen an.

Für Felizitas und Antonia ging es gemeinsam zum Hochsprung. Hier konnte Antonia ihre alte Bestleitung um einen Zentimeter auf 1,41 Meter steigern und sich so den vierten Platz sichern. Die ein Jahr älteren Felizitas stieg in den Hochsprung der W15 bei einer Höhe von 1,47 Metern ohne Probleme ein. Einen kleine Wackler bei 1,50m brachte sie aber nicht aus der Bahn und alle weiteren Sprünge saßen im ersten Versuch. Nachdem die letzte Konkurrentin bei 1,53m nicht mehr folgen konnte stand Felizitas als Regionalmeisterin fest. Danach war es ein Springen gegen sich selbst und mit einem Sprung über 1,59 Metern machte sie den Titel offiziell, nur in der zurückliegenden Hallensaison sprang sie bereits höher. So konnte Felizitas an die guten Trainingseindrücke und die Wintersaison in der Halle anknüpfen und verfolgt nun das Ziel über 1,60 Meter zu springen.

Dadurch, dass der Hochsprung viel Zeit in Anspruch genommen hatte, ging es ohne Pause direkt weiter zum Weitsprung. Hier stieß auch Laura wieder zu den aktiven Athletinnen. Hier lieferte sich Felizitas ein enges Kopf an Kopf springen und musste sich am Ende mit nur 5 Zentimetern Abstand geschlagen geben. Aber mit 5,12 Metern unterstrich sie ihre Entwicklung zu einer konstanten 5 Meter Springerin und darf sich nun Vizeregionalmeisterin nennen. Beim Weitsprung der W14 konnte sich Antonia wie bereits beim Hochsprung um einen Zentimeter verbessern und schraubte ihre Bestleistung auf 4,38 Meter. Laura erwischte einen durchwachsenen Wettkampf, bei dem Kleinigkeiten eine höhere Weite verhinderten. Am Ende standen bei ihr 3,68 Meter.

Zur gleichen Zeit wie die Damen der U16 sprang auch Sebastian in die Weite. Mit 2,89 Metern konnte sich Sebastian unter die besten Acht springen und erkämpfte sich so drei weitere Versuche, bei denen er sich nochmals steigern konnte und ihm ein Sprung auf 2,91 Metern gelang, was am Ende Platz 7 bedeutete.

Im Anschluss folgten dann die Finalläufe über die Sprintdistanzen.

Hier machte wieder Felizitas den Anfang und sprintete auf Rang vier. Durch bereits 3 Disziplinen konnte sich nicht ganz an die Leistung aus dem Vorlauf anknüpfen, kam aber auf den letzten Metern der Drittplatzierten nochmal deutlich näher.

Ein besonderes Kunststück gelang Hannah, die im Finale die exakt gleiche Zeit wie im Vorlauf lief und so auf Platz 6 kam.

Platz 6 erreichte ebenfalls Sebastian in einem sehr engen Lauf in dem alle Jungs die Möglichkeit auf den Sieg hatten.

Nach den Sprintfinals hatten alle unsere Athleten eine kleine Mittagspause bei der sich alle stärken konnten, bevor es für Felizitas, Laura und Antonia zum Kugelstoßen ging. Bei den W14 konnte Laura ihre alte Bestleistung um 37 cm steigern und im Vergleich zum Trainingslager fast einen Meter draufpacken. Ihre neue Bestleistung liegt jetzt bei 5,37 Metern. Den nächsten Titel für den TVR erkämpfte sich Antonia, die ein einsames Rennen an der Spitze hatte. Bereits mit dem ersten Stoß auf 10,63 Meter setzte sie sich auf Platz eins und ließ im Verlauf noch zwei Stöße folgen, die eine jeweilige neue Bestleistung bedeuteten. Mit 11,54 Metern darf sie sich jetzt Regionalmeisterin nennen, sich über die Landeskadernorm freuen und aktuellem Platz 2 der DEutschen Bestenliste ihres Alters. Ebenfalls aufs Podest beim Kugelstoßen kam Felizitas, die mit 9,02 Metern nur einen Zentimeter unter ihrer Bestleistung blieb und sich so den Dritten Platz sicherte.

Zur gleichen Zeit war Hannah bei der U14 beim Weitsprung. Zu einer neuen Bestleistung sollte es heute nicht reichen, aber mit kontinuierlich besser werdenden Sprüngen konnte sie sich im 6. Und letzten Versuch auf 4,17 Meter steigern und sich so mit einem Vorsprung von einem Zentimeter auf Platz drei schieben. Ein weiterer Podestplatz für das junge Nachwuchstalent.

Nach Kugel und Weit stand zum Abschluss für Sebastian, Hannah und Laura noch die 800m Läufe an.

Den Anfang machte Laura. Gemeinsam mit dem älteren Jahrgang gestartet, setzte sich bereits auf der ersten Runde eine 6-köpfige Gruppe ab, bei der man nur schwer sagen konnte, wer zu welcher Altersklasse gehörte. Nach gut 1:16 Minuten ging die Gruppe auf die zweite Runde und die Frage war, ob alle dieses Tempo halten konnten. Zur Hälfte der zweiten Runde setze sich eine 3-köpfige Gruppe ab, der Laura nicht ganz folgen konnte. Als Gesamtvierte kam sie in einer Fabelzeit von 2:38,85 ins Ziel und unterbot ihre alte Zeit, die sie erst letzte Woche in Stuttgart aufstellte um fast 4 Sekunden. Dann begann die lange Zeit des Wartens, bis klar war welche der Läuferinnen in welcher Altersklasse gestartet war. Erst bei der Siegerehrung wurde klar, dass Laura als erste der W14 über die Ziellinie geflogen ist und sich nun Regionalmeisterin nennen darf.

Während Laura nach ihrem Lauf noch nach Atem ring, ging es für Hannah auf die zwei Runden durchs Stadion. Mit der besten Meldeleistung war das Ziel klar – der Titel sollte ebenfalls mit nach Rottenburg kommen. Nach zögerlichem Start setzte sich Hannah im Laufe der ersten 300m an die Spitze und gab diese nicht mehr her. Nach der Hälfte des Rennens blieb die Zwischenzeit bei ca. 1:19 Minuten und deuteten auf einen starken Lauf hin. Mit jedem Schritt wurde der Abstand auf die Plätze größer und am Ende konnte Hannah mit 2:41,53 Minuten den Titel einsammeln. Mit dieser Zeit bestätigte sie ihre positive Entwicklung und kam nah an ihre Bestleistung aus der vorigen Woche heran.

Den Wettkampf beendete Sebastian mit seinen 800m. Wie bereits bei Laura wurden die Altersklassen M10 und M11 zusammen auf die Bahn geschickt und es war schwer abzusehen wer zu welcher gehörte. Sebastian blieb unbeeindruckt von den älteren Jungs und machte ordentlich Tempo und es bildete sich eine dreier Gruppe an der Spitze und ein langgezogenes Verfolgerfeld mit Sebastian an der Spitze. Zur Halbzeit standen ca. 1:32 Minuten auf der Uhr, was eine hervorragende Zwischenzeit bedeutet. Im Verlauf wurden alle etwas langsamer bevor Sebastian auf den letzten ca. 100m nochmal alles gab was die Beine hergaben. Am Ende blieb die Uhr bei 3:07,20 Minuten stehen was nicht nur eine neue Bestleistung war, sondern auch ungefähr 10 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte.

Nach den anschließenden Siegerehrungen ging es für das Team aus Rottenburg zum Abschluss noch zum Pizza essen wo bereits über kommende Wettkämpfe aber auch über den zurückliegenden Tag geredet wurde. Es wurden neue Ziele ins Auge gefasst welche bereits am Wochenende bei der Kreismehrkampfmeisterschaft im heimischen Hohenbergstadion in Angriff genommen werden können.

Herzlichen Glückwunsch an alle für diese tollen Leistungen und erreichten Meistertiteln.

erstellt von Yves Maczey-Leber