Landeskinderturnfest 2026 in Heilbronn
Am 24.07.2026 ging es los: Treffpunkt Hauptbahnhof Tübingen, Abfahrt 15:05 Uhr Richtung Heilbronn. Mit dabei: 50 Kinder, „Tommy“ unser Maskottchen, ein motiviertes Betreuerteam und Gepäck.
Zum Glück war unser Zug frisch im Einsatz und fuhr ohne Umsteigen direkt nach Heilbronn – und tatsächlich konnten alle Kinder einen Sitzplatz ergattern. Lediglich die Klimaanlage hatte offenbar beschlossen, sich zwischendurch eine kleine Auszeit zu gönnen.
In Heilbronn angekommen, lief zunächst alles erstaunlich unkompliziert. Die Gustav-von-Schmoller-Schule war gut zu Fuß erreichbar und dank Marco und Levi war ein Großteil unseres Gepäcks bereits auf unserem Stockwerk angekommen. Dieses Jahr durften wir uns sogar auf drei Klassenzimmer verteilen. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre war schnell klar: Die Jüngsten kommen ins letzte Zimmer, die Ältesten ins erste.
Dann ging es richtig los: Klassenzimmer umdekorieren, Nachtlager herrichten, restliche Taschen holen, vermisste Beutel suchen, LKT-Shirts verteilen und gefühlt gleichzeitig 37 Fragen beantworten. Ein Gewusel, das zunächst eher nach unkontrolliertem Chaos aussah – sich aber erstaunlich schnell wieder sortierte.
Ein paar der mitgebrachten Matratzen hatten leider bereits das Ende ihrer sportlichen Karriere erreicht. Aber auch dafür fanden wir eine Lösung: Kleinere Kinder rückten zusammen und teilten sich eine Doppelmatratze, sodass die frei gewordenen Einzelplätze von größeren Kindern genutzt werden konnten.
Nach dem Vesper ging es für viele noch auf den Schulhofspielplatz, um die überschüssige Energie der Zugfahrt loszuwerden. Danach hieß es: Auf zur Eröffnungs-Party am Kiliansplatz!
Musik, Animation und jede Menge gute Laune erwarteten uns. Die kleineren Kinder zogen gemeinsam mit ihren Betreuern los, während sich die Großen zu mindestens drei Kindern in Gruppen ins Getümmel stürzten. Und natürlich durfte einer nicht fehlen: Tommy, unser Maskottchen, war mit am Start und schwang seine schmalen Schwimmnudel-Hüften zum „Gute-Laune-Song“.
Wer wollte, konnte sich an den Essensständen noch stärken oder ein Eis verhaften. Gegen 21:30 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg. Die Kleinen schliefen schon bald – bei den Größeren dauerte die „Nachtruhe“ erwartungsgemäß etwas länger.
Tag 2 – Wettkampftag!
Der zweite Tag begann früh. Frei nach dem Motto:
„Der frühe Vogel steht nicht in der langen Frühstücksschlange.“
wurden die Kinder noch vor 7 Uhr aus ihren Matratzen gelockt. Erstaunlicherweise verkrafteten das die meisten ziemlich gut. Zähneputzen und Umziehen wurden kurzerhand nach hinten verschoben.
Dann galt es alle für die Wettkämpfe fit zu machen. Frisuren wurden geflochten, Turnbeutel gepackt und Trinkflaschen gefüllt. Kurz vor 10 Uhr waren wir schließlich marschbereit Richtung Bus.
Da wir uns in Heilbronn noch nicht ganz als Einheimische bezeichnen konnten, stiegen wir prompt in den Bus mit der falschen Fahrtrichtung ein. Aber Glück im Unglück: Es handelte sich um einen Ringbus. Frei nach dem Motto:
„Wenn man falschrum in den Bus einsteigt, ist man eben der Erste und hat einen garantierten Sitzplatz.“
Am Wettkampfort angekommen, suchten wir uns zunächst ein schattiges Plätzchen zum Aufwärmen der Muskeln. Danach wurden Wettkampfzettel vorbereitet, Frisuren überprüft und eine Strategie entwickelt:
„Wie beherrschen wir das anstehende Chaos und platzieren unsere Kids an den Geräten optimal?“
Die Wettkampfhallen der Mädchen lagen erfreulich nah beieinander, sodass wir gut zwischen den vier Geräten wechseln konnten. Dank der tatkräftigen Unterstützung von zwei Müttern, die sich privat in Heilbronn eingemietet hatten, konnten wir die Gruppen auch betreuungstechnisch gut abdecken.
Es war ein bisschen wie bei einem riesigen Puzzle: Viele einzelne Teile und zunächst jede Menge lose Fäden – aber irgendwie fügte sich am Ende alles zusammen. Und so hatte der ein oder andere Betreuer sogar das Gefühl:
„…dass wir dieses Jahr etwas schneller durch den Wettkampf gekommen sind!“
Wie immer wurde fleißig angefeuert, geklatscht und getröstet, wenn etwas nicht so lief wie erhofft. Vor allem aber versuchten wir, den Teamgeist und die Freude am gemeinsamen Turnen hochzuhalten. Den Spagat zwischen Wettkampf, Betreuung und 50 Kindern haben wir – so glauben wir – ganz gut gemeistert.
Und genau das ist beim LKT besonders wichtig: Das Landeskinderturnfest ist ein riesiges Event mit tausenden Turnerinnen und Turnern, vollgepackten Hallen, unzähligen Geräten und vielen Kampfrichterinnen und Kampfrichtern. Gleichzeitig sind die Kinder aufgeregt, die Hallen voll und die Temperaturen manchmal eine zusätzliche Herausforderung. Da läuft eine Übung eben nicht immer so, wie sie im Training schon hundertmal funktioniert hat.
Deshalb steht beim LKT die Freude am gemeinsamen Erleben im Vordergrund. Und genau das wollten wir unseren Kindern vermitteln.
Nach dem Wettkampf ist vor dem nächsten Wettkampf …
… allerdings diesmal in einer ganz anderen Disziplin: Wie schaffen wir es, 50 Kinder kurz eine Ruhepause zu gönnen und gleichzeitig pünktlich zum Abendessen und zur Turni-Gala zu kommen?
Auch diese Challenge wurde erfolgreich gemeistert.
Nach Abendessen (vegetarischen Maultaschen beziehungsweise Nudeln mit Tomatensoße) und einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns auf den Weg zum Konzert- und Kongresszentrum Harmonie und konnten dort die Gala ganz entspannt von den oberen Rängen genießen.
Was dann folgte, war ein buntes Feuerwerk aus Bewegung, Musik und Show. Verschiedene Gruppen zeigten ihr Können und sorgten mit Rope Skipping, Hip-Hop, Akrobatik und weiteren Turn- und Tanzdarbietungen für jede Menge Begeisterung.
Zum großen Finale wurde es dann noch einmal richtig laut: Gemeinsam wurde der Turnfest-Jingle „Stay (If You Wanna Dance)“ von Myles Smith getanzt. Der ganze Saal machte mit – Kinder, Turni das LKT-Maskottchen, Betreuer und Publikum tanzten gemeinsam, und man hatte tatsächlich das Gefühl, dass dabei nicht nur die Stimmung, sondern auch die Wände der Harmonie vibrierten.
Ein echtes Highlight des Wochenendes und genau die richtige Mischung aus Sport, Musik, Gemeinschaft und ganz viel guter Laune!
Nach der Gala fuhren die Kleineren mit der Stadtbahn zurück zur Unterkunft. Dort kehrte bald schläfrige Ruhe ein. Die Größeren nutzten noch die verschiedenen Abendangebote des LKT, kamen dann aber ebenfalls erstaunlich zügig zurück.
Tag 3 – Die letzte Challenge
Am nächsten Morgen warteten gleich mehrere Aufgaben: Sachen packen, verlorene Sachen suchen, Zimmer wieder in den ursprünglichen Zustand versetzen und das gesamte Gepäck verstauen.
Anschließend gab es unsere Siegerehrung – im Schatten des Schulhof-Baumes. (Ergebnis-Link: https://ww2.wotus.de/STB/2026/07/24-26/LKTF/e/2026-07-27-20-50b/v-1516656577.htm )
Ein Teil unserer Gruppe machte sich danach noch auf zum besonderen Wettkampf mit Paddeln, Laufen und Schwimmen. Trotz verständlicher Müdigkeit zeigten alle noch einmal, was in ihnen steckt. Besonders unsere Kleinsten, die kurzfristig eingesprungen waren, hatten dabei einen Riesenspaß.
Und auch hier zeigte sich wieder, was das LKT so besonders macht: Wie sehr sich die Kinder gegenseitig unterstützen und wie schnell neue Freundschaften entstehen.
Der Rest der Truppe erkundete währenddessen die zahlreichen Mitmachangebote in ganz Heilbronn und hatte dabei ebenfalls jede Menge Spaß.
Nach dem gemeinsamen Essen – Kaiserschmarrn und Tortellini – trafen sich alle wieder und machten sich langsam bereit für die Heimreise.
Der Zug war pünktlich, Sitzplätze wurden gefunden und anschließend hartnäckig bis Tübingen verteidigt.
Der Umstieg nach Rottenburg wurde dann noch einmal zu unserer letzten Challenge: Wir hatten Verspätung und ein Betreuer musste im Sprint den Anschlusszug erreichen – und tatsächlich gelang es, den Zug noch aufzuhalten. Das wurde von den wartenden Passagieren nicht nur toleriert, sondern sogar mit Anfeuerungsrufen und Applaus belohnt.
Am Bahnhof in Rottenburg wartete schließlich ein blumiger Empfang auf unsere Betreuer und eine herzliche Wiedervereinigung der Kinder mit ihren Eltern.
Immer ein ganz besonderer Moment.
Unser Resümee
Das Landeskinderturnfest 2026 in Heilbronn? Pure Begeisterung!
5.533 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 700 fantastische ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und eine Stadt im absoluten Ausnahmezustand.
Was bleibt, sind unzählige Momente voller guter Laune, viel Lachen, ausgelassenes Tanzen, Party, sportliche Herausforderungen und jede Menge gemeinsames Erleben.
Vor allem aber bleibt das Gefühl, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat: getragen von einer großartigen Organisation und der gemeinsamen Leidenschaft für das Turnen und die Bewegung.
50 Kinder drei Tage lang durch Wettkämpfe, Partys, Busfahrten, Schlafsäle, Essensschlangen und jede Menge Abenteuer zu begleiten, ist vielleicht nicht immer die ruhigste Form der Freizeitgestaltung – aber definitiv eine der schönsten.
Ein riesengroßes Dankeschön!
Zum Schluss möchten wir uns noch ganz herzlich bedanken bei:
Ina für die tolle Organisation im Vorfeld,
Caro für die Organisation vor Ort,
Marco und Levi für Transport und Getränkeversorgung,
allen Betreuer*innen für ihr großartiges Engagement,
den mitgereisten Müttern für die tatkräftige Unterstützung bei Betreuung, Packen und allem, was sonst noch so anfiel – ihr seid spitze! Ohne euch hätten wir das alles nicht so gut performt.
Und natürlich bei Familie Krebs für „Tommy“, unser Maskottchen, ohne den auf der Tanzfläche und beim Reisen eindeutig etwas gefehlt hätte.
Danke an alle, die dieses LKT zu einem so tollen Erlebnis gemacht haben!
Bis zum nächsten Turnfest – wir freuen uns schon.