Meilensteine des TV Rottenburg

Tauchen Sie ein in die Geschichte des TV Rottenburg. Hier erfahren Sie mehr über die Entwicklung sowie wichtige Meilensteine des TVR.

Neue Turn- und Festhalle

Am 21.05.1901 wurde die Turn- und Festhalle unter Stadtschultheiß Winghofer eingeweiht. Die Turnsache erfuhr weiteren Aufschwung, Fastnachts­veranstaltungen mit humoristischen und turnerischen Darbietungen – die heute noch bekannten „Turnerkränzle“ – wurden fester Bestandteil des Vereinslebens.

1901

Gründung Turngemeinde Rottenburg

Angeregt von Umgeldskommissar Julius Kaufmann[1], gründeten am 5. August 1861 ein Dutzend von der Turnsache begeisterte Männer die Turngemeinde Rottenburg. Zweck des Vereins war laut Satzung von 1861, jüngere und ältere Männer körperlich und geistig auszubilden.


[1] Umgeldskommissare waren städtische Beamte, zuständig für die Abgaben bzw. Steuern auf Wein und Bier.

 

1901

Gründung Turnerbund Rottenburg

Erste Anzeichen einer Gründung eines zweiten Turnvereins in Rottenburg zeigten sich im Sommer 1886, als vier ehemalige Mitglieder der Turngemeinde (Alfons Heberle, Max Heberle, Karl Brenner und Anton Stehle) bei der Stadtverwaltung um Zulassung in die Turnhalle baten, „da sie“ – laut Protokollbuch der Turngemeinde – „aus verschiedenen Gründen nicht mehr in der Turngemeinde bleiben könnten.“

1901

Gründung der Turn-Abteilung

Die Turnabteilung ist der Ursprung des Turnvereins Rottenburg und ging somit in den Vereinsnamen ein. Trotz Höhen und Tiefen ist die Abteilung auch heute noch aktiv und nicht aus dem Verein wegzudenken.  

1902

Gründung der Leichtathletik-Abteilung

Die Leichtathletik-Abteilung gehört neben der Turnabteilung zu den ältesten Abteilungen des TV Rottenburg - die Abteilungsgründung geht zurück auf das Jahr 1919.

1919

Gründung der Handball-Abteilung

„Im Sommer 1920 entstehen neue Abteilungen, nachdem der schön gelegene Spiel- und Sportplatz in der Nähe der Turnhalle von der Stadtverwaltung geschaffen wurde. Die Handballabteilung entfaltet eine rege Tätigkeit.“ So ist es der Chronik des Turnvereins zu entnehmen. Ein genaues Gründungsdatum ist nicht ausfindig zu machen. Jedoch ist anzunehmen, wenn man mündlichen Überlieferungen glauben kann, dass bereits vor 1920 in Rottenburg Handball gespielt wurde. 

1920

Zusammenschluss zum Turnverein Rottenburg

Schon im Mai verlangte die neue nationalsozialistische Regierung eine Neuordnung, das hieß die Gleichschaltung der Vereine. Ein Zusammenschluss der Turn- und Sportvereine in kleineren Städten wurde gefordert.

Am 4. November wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung beider Vereine im Gasthof „Waldhorn“ der Beschluss zur Vereinigung einstimmig gebilligt, und der Großverein bekam den Namen „Turnverein Rottenburg von 1861“.

Turnen und Sport wurden immer mehr nationalsozialistischen Ideen untergeordnet. Oberstes Ziel der körperlichen Ertüchtigung war die Wehrhaftigkeit durch „Heranzüchten kerngesunder Körper“.

Trotz aller Einschränkungen gelang es der Vereinsführung, den Turnverein Rottenburg auch weiterhin auf Erfolgskurs zu steuern. Auf Kreis- und Gauebene erzielte die Vereinsriege immer wieder erste Preise und die Note „Sehr gut“.

1933

Gründung der Tischtennis-Abteilung

Im Herbst 1958 wurde der Grundstein zum organisierten Tischtennissport beim TV Rottenburg gelegt. Vor dieser Zeit zog der Tischtennissport seine ersten Akteure im Café Beck in der Marktgasse in seinen Bann. Die Sportart Tischtennis hatte es – wie damals üblich – nicht leicht, in einen Sportverein aufgenommen zu werden, der durch Sportarten wie Turnen, Feldhandball u.a. geprägt war.

Es trafen sich dann Ende 1958 gut ein Dutzend Tischtennisinteressierte zu einer ersten Aussprache mit dem Vorstand des TVR. Der damalige Tischtennis-Kader bestand u.a. aus dem später langjährigen Abteilungsleiter Karl Raidt, Manfred Neu, Siegfried Schiebel und Heinz Maurer. Um bei dem TVR-Ausschuss eine gute Figur zu hinterlassen, wurden bei einer „Vorführung“ in der Gaststätte „Hecht“ auch einige „Strohmänner“ eingesetzt, die wohl nie in ihrem Leben einen Tischtennisschläger in der Hand gehalten hatten. Von diesem Auftritt waren die TVR-Verantwortlichen so begeistert, dass sie für die TT-Abteilung grünes Licht gaben.

 

1958

Gründung der Judo-Abteilung

Die am 1. Juni 1969 gegründete Judoabteilung hat beim Turnverein Rottenburg von Anfang an eine Heimat gefunden und ist stolz, diesem traditionsreichen und doch so jung gebliebenem Verein anzugehören.

1. Abteilungsleiter und Trainer war Ortwin Rietz, der bis zu seinem tragischen Unfalltot in Rammstein(Flugtagunglück 1988) fast 20 Jahre unermüdlich für den Judosport in Rottenburg erfolgreich tätig  war.

Fast so alt wie der TVR ist die Sportart Judo. 1882 entwickelte der Japaner Jigoro Kano Judo aus verschiedenen Kampfkünsten der Selbstverteidigung – ohne Wafen, ohne Tritt-und Schlagtechniken – das Judo. Judo heißt übersetzt deshalb „der sanfte Weg“, auch wenn dies nicht immer so aussieht.

1969

Gründung der Volleyball-Abteilung

Am 12.10.1970 schrieben die Volleyballer/innen aus dem Eugen-Bolz-Gymnasium an den Vorstand des FC Rottenburg und TV Rottenburg: “…ich bitte, diesen Antrag auf Eingliederung einer Volleyballabteilung in Ihrem Verein wohlwollend zu prüfen...“. Mit diesem Antrag wurde der Grundstein für den Aufbau einer Volleyballabteilung gelegt. Der FC Rottenburg lehnte ab, doch der TV Rottenburg nahm die Volleyballer im Jahre 1971 in einer Abteilung auf, und das Eugen-Bolz-Gymnasium ist bis heute die Keimzelle des Rottenburger Volleyballs.

1971

Gründung der Freizeitsport-Abteilung

Auf Grund der neuen Fitnesswelle/Trimm-Bewegung in den 70er Jahren machte sich die Mitgliederversammlung des TV Rottenburg Anfang 1975 Gedanken, wie man diesem neuen Trend durch ein „Jedermann-Sportangebot“ Rechnung tragen könne. Ein neues Selbstverständnis im TVR bildete sich heraus, „nicht nur Leistung fördern zu wollen, sondern mit seinem Angebot auch in der Lage zu sein, gesundheitsdienliche Freizeitinteressen abzudecken.“ So wurde der Beschluss gefasst, Freizeitsport in das sportliche Angebot des TVR mit aufzunehmen.

1975

Gründung der Basketball-Abteilung

Basketball anno 1891 – das waren zwei alte Obstkörbe, die in „luftiger“ Höhe einer Sporthalle in Springfield/USA angebracht wurden, das Geburtsjahr einer Sportart, die aktuell weltweit über 100 Millionen Aktive hat und aus dem TV Rottenburg nicht mehr wegzudenken ist.

Basketball anno 1981 – das waren ein EBG-Sportlehrer und zwei Väter, die in Rottenburg aus einer Schul-AG organisierten Vereinssport initiieren wollten und beim TV Rottenburg offene Türen dafür vorfanden, das Geburtsjahr der Basketballabteilung.

 

1981

Gründung der Abteilung Spiel und Sport für Kinder

Seit 1987 gibt es beim Turnverein Rottenburg das Modellprojekt „Spiel und Sport für Kinder“ im Rahmen einer Kooperation von Schule und Verein für Kinder im Grundschulalter. Das Modell, initiiert von den Sportlehren Wilhelm Stegmaier und Dieter Knapp, will eine frühe sportliche Spezialisierung vermeiden. Ziel ist eine allgemeine sportliche Grundausbildung unter qualifizierter Anleitung, die es den Kindern ermöglicht, nach Abschluss in allen Sparten des Sports einzusteigen. Damit entspricht es voll den Forderungen vieler Sportpädagogen und Sportwissenschaftlern sowie den Sportmedizinern, die eine Spezialisierung erst im späteren Kindesalter für sinnvoll halten.

1987

Gründung der Koronarsport-Abteilung

Von der Nachsorge in ein neues Leben

Dank Karl Vollmers Bemühen konnte im Februar 1987 mit einer kleinen Gruppe von fünf Patienten der Koronarsport aufgenommen werden. Die ärztliche Leitung hatte damals wie heute Dr. Hagner. Frau Bärbel Hess und Dagmar Held waren die Übungsleiterinnen der ersten Stunden in der Lindenschule.

1987

Aufnahme von Aikido in der Judoabteilung

„Kein Instrument für Schädelspalter“

Mit dieser Schlagzeile im Schwäbischen Tagblatt vom März 1994 wurde der organisierte Aikido-Sport im TV Rottenburg der Öffentlichkeit bekanntgemacht. Dass der TV Rottenburg einer exotischen Kampfsportart wie Aikido ein Zuhause gibt, zeigt nicht nur, dass der TVR ein Verein für alle Sportbegeisterten ist, sondern hoffentlich auch ein Beweis für die Feststellung von Jean-Paul Sartre ist, der sagt: „Minderheiten sind die Mehrheiten der nächsten Generation.“

1994

Gründung der Behindertensport-Abteilung

Da es in Rottenburg schon viele Jahre eine Schule für Menschen mit geistiger Behinderung gibt, kooperieren die Lindenschule und der Turnverein, der 1996 eine Sportabteilung für diese Menschen ins Leben gerufen hat. So turnte schon im Herbst dieses Jahres in der Sporthalle der Lindenschule eine Gruppe von 8 Kindern im Alter von 8 bis 16 Jahren. 

1996

Gründung der Badminton-Abteilung

Verglichen mit dem stolzen Alter des TV Rottenburg befindet sich die Badmintonabteilung noch im Kleinkindalter. Angefangen hat alles mit einem Badmintonkurs im Zuge des Kursprogramms TVR 2000. Drei Jahre lang traf man sich bereits zum Badmintonspiel am Samstagvormittag (!), bis dann die Idee reif war, an den TVR heranzutreten und über die Gründung einer Badmintonabteilung zu diskutieren.

Der damalige TVR-Vorstand stimmte dem Antrag zur Gründung einer Abteilung Badminton zu, sodass im Januar 1998 die Gründungsversammlung im damaligen Vereinsheim am Morizplatz stattfinden konnte. Mit den 35 Gründungsmitgliedern war ein stabiler Stamm von Spieler/innen vorhanden, sodass auch die etwas „unattraktiven“ Trainingszeiten (Freitagabend) kein Grund für ein Sinken der Mitgliederzahl waren. Ganz im Gegenteil!

1998

Gründung der Inlineskating-Abteilung

Die Sportart, bei der die schnellen Inlineskater über lange Strecken fahren, nennt man Speedskating. Dieser Sport wird schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts wettkampfmäßig in Deutschland betrieben. Bis 1993 wurde der Sport mit dem traditionellen Rollschuh (je zwei Rollen parallel auf zwei Achsen) ausgeübt.

2003

Sportpark 18-61

Im Januar 2005 wurde das innovative Sportvereinszentrum des TV Rottenburg eröffnet und bietet seither Sportmöglichkeiten für alle Altersklassen und Anforderungen.

2005

Jubiläum – 150 TVR

150 Jahre in Bewegung lautete das Motto für das Jubiläumsjahr.

In seinem Jubiläumsjahr kann der TVR auf eine eindrucksvolle Bilanz vorlegen:

– mit 4300 Mitgliedern hat er den höchsten Mitgliederstand seiner Vereinsgeschichte
– er hat noch nie so vielen Menschen Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote gemacht
– er war sportlich noch nie so erfolgreich wie in den letzten Jahren

2011

Auflösung der Inlineskating-Abteilung

Zehn Jahre nach ihrer Gründung wurde am Dienstagabend im Ausschuss des TVR die Auflösung der Inlineskating-Abteilung beschlossen. Bei der Gründung der Inlineskating-Abteilung war ein riesiger Boom in dieser Sportart zu erkennen. Der TVR folgte diesem Trend und gründete eine eigene Abteilung für die Inlineskater mit entsprechenden Trainingsbedingungen und der Möglichkeit, an Wettkämpfen teilzunehmen.

Leider haben sich die Trainingsbedingungen inzwischen deutlich verschlechtert. „Die Supermärkte haben länger geöffnet, so dass die Parkplätze nicht mehr für die Trainingseinheiten genutzt werden können“, so Abteilungsleiterin Ute Reinhardt. Hinzu kommt, dass sich inzwischen Leistungszentren gebildet haben, die ausgezeichnete Trainingsbedingungen für die Speedskater geschaffen haben und diese zentral an einem Ort zusammenziehen. Den Vereinen gehen somit die Sportler verloren. Auch dem TVR liefen die Skater in den letzten drei bis vier Jahren davon und die aktiven Sportler schrumpften zu einer sehr kleinen Gruppe zusammen.

2013

Gründung der Kindersport-Abteilung

 

Der TVR stellt seinen Kindersport neu auf.

RoKiS – Rottenburger Kindersport – so heißt die neue Abteilung im TV Rottenburg. Diese Abteilung kümmert sich um altersgerechte und abwechslungsreiche Sport- und Bewegungsangebote für Kinder bis zehn Jahre. „Mit RoKiS zeigt der Turnverein, dass die Kinder allerbeste Angebote bekommen. Das fördert die motorische Entwicklung und schafft ideale Grundlagen für alle Sportarten unserer Abteilungen“, so der 1. Vorsitzende Klaus Maier.

 

 

2013

Deutschlands aktivste Stadt

Rottenburg am Neckar ist „Deutschlands aktivste Stadt 2013“ in der Kategorie der mittelgroßen Städte. Die Stadt, die vor allem mit ihrem Bewegungsfest im Juli und ihrer Kreativität die Jury überzeugen konnte, setzte sich in dem vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und Coca-Cola Deutschland initiierten Wettbewerb gegen die zweitplatzierte Stadt Ibbenburg aus Nordrhein-Westfalen durch.

Bei der feierlichen Preisübergabe am 28. November 2013 nahmen Oberbürgermeister Stephan Neher, Okka Rau-Schmeckenbacher, Leiterin des Rottenburger Organisationsteams, und LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar die gläserne Trophäe und den Siegerscheck in Höhe von 35.000 Euro entgegen. Das Preisgeld kommt dem Breitensport in der Stadt zugute. Das gesamte Preisgeld fließt nämlich in die neue Schul- und Veranstaltungssporthalle.

Dieter Schmidt-Volkmar gratulierte bei der Verleihung in Berlin persönlich den Verantwortlichen und freute sich mit ihnen über die Auszeichnung. „Die große Teilnahme an den Sportaktionen war wirklich erstaunlich. Dies zeigt einmal mehr, welch wichtigen Stellenwert der Sport für die Menschen in Baden-Württemberg einnimmt.“, so Schmidt-Volkmar.

28.11.2013, 15:18

Gründung der Reha-Sport-Abteilung

Der TVR geht immer mit der Zeit und ist bemüht, für seine Mitglieder ein übersichtliches, gut strukturiertes und dennoch umfangreiches Angebot zu bieten.

Bisher gab es die Abteilung Koronarsport, welche als Abteilung fest im TVR eingebunden ist. Daneben existieren weitere Gruppen im Rehasport-Bereich, die jedoch keine direkte Anbindung an den Hauptverein hatten. Dies haben wir geändert:

Die Abteilung „Koronarsport“ wurde umbenannt in „Rehasport-Abteilung“ und beinhaltet die bisherigen Gruppen in folgenden Bereichen:
- Koronarsport
- Sport nach Schlaganfall
- Sport nach Krebs

Der Rehasport-Bereich soll in den nächsten Jahren entsprechend dem Bedarf unserer Gesellschaft weiter ausgebaut und weitere zielgruppenspezifische Gruppen aufgebaut werden.

2015

Ende für die Turnerfasnet

TVR reagiert auf Verluste und nimmt die traditionelle Turnerfasnet aus dem Programm.

Der Turnverein Rottenburg streicht die traditionelle Turnerfasnet aus seinem Veranstaltungs-Kalender. Nach erheblichem Rückgang der Besucherzahlen seit zwei Jahren und Verlusten in diesem Jahr entschieden die Gremien des Vereins, auf die große Fasnet in der Festhalle zu verzichten. Stattdessen arbeiten die Verantwortlichen nun an einem Konzept für eine neue Veranstaltung außerhalb der Fasnetszeit.

„Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen“, sagt der TVR-Vorsitzende Klaus Maier. In mehreren Sitzungen wurde über Veränderungen bei der Turnerfasnet diskutiert und gerungen, aber das finanzielle Risiko war zu groß. „Verluste, die zu Lasten unseres Sportbetriebs gehen, können wir auf Dauer nicht verantworten“, so Maier. Für die Probleme seien eine ganze Reihe von Gründen ursächlich: hohe Mietkosten in der Rottenburger Festhalle, immer mehr Fasnetsveranstaltungen im Umland, verändertes Verhalten der jungen Zielgruppe des Turnvereins sowie die eng getakteten Spielpläne der eigenen Mannschaften.

Nun arbeitet eine Arbeitsgruppe des Turnvereins an einem neuen Veranstaltungskonzept außerhalb der Fasnet. Dabei könnte auch Rücksicht auf die Saisonplanung der eigenen Sportlerinnen und Sportler genommen werden und die Konkurrenz wäre nicht so groß wie in den Wochen vor der Hauptfasnet.

30.09.2016, 14:44

Gründung der Aikido-Abteilung

Am 14.11.2017 wurde in der Ausschuss-Sitzung die Gründung der Aikido-Abteilung als selbstständige Abteilung beschlossen.

2017